agentur2c – Der Blog

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Facebook vs. Google Street View

Ein Thema, das sich derzeit in aller Munde befindet, ist Google Street View.

Viele sind von der Angst besessen, dass Google Street View ein Eingriff in das Leben der Menschen darstellt. Bilder der Straße in der man wohnt, den eigenen Garten, das Gesicht des Einzelnen – all das soll künftig bei Google sichtbar gemacht werden. Zwar werden die Gesichter durch eine spezielle Software verfremdet, trotzdem kann jeder, der sich dazu berufen fühlt,  via Street View in den heimischen Garten seines Nachbarns zu blicken, dies tun.

Negativ wird auch angeprangert, dass Einbrecher ja so ihre Verbrechen besser planen und die Umgebung besser durchblicken könnten. Ja.

Nehmen Sie es mir nicht übel, aber wenn ein Einbrecher tatsächlich die Absicht besitzt, in Ihr Reich einzudringen, braucht er nicht zwingend Google Street View, Google Maps oder ähnliches. Da reicht auch eine überall käuflich zu erwerbende Straßenkarte, ein kurzer Spaziergang und eine heimliche Spionage, wie Ihre Verhaltensweisen und Gewohnheiten sind. Dafür brauchen Kriminelle – bei aller Liebe – wirklich kein Google Street View.

Ironischerweise haben sich einige Gegner von Street View in diversen (Klatsch-)Blättern ablichten lassen – vor ihren Häusern und ohne Gesichtsverfremdung. Selten intelligente Lösung.

Diese leidenschaftliche Aufregung kann ich nicht ganz teilen, befinden sich doch derzeit mehr als 10 Millionen Deutsche in der Social Community “Facebook”. Facebook hat tatsächlich mehr Eingriff in Ihr Leben, als es Google Street View alleine je haben wird. Schließlich posten Sie dort keine Bilder Ihrer Familie vom letzten Grillfest, der Geburt Ihres ersten Kindes und schreiben dort unter Fotos Titel wie “Mein kleiner Zwerg – zum ersten Mal auf dem Töpfchen” o.ä., woraufhin Ihre Freunde Kommentare dazu abgeben können.

Noch vor wenigen Monaten war auch hier die Aufregung groß, da Facebook in seiner AGB verdeutlicht(e), dass die von Ihnen dort hochgeladenen Bildern zur freien Verwendung von Facebook freigegeben werden – durch Ihren Klick!

Diese Aufregung ebbte relativ schnell ab, hat man sich doch daran gewöhnt und ist froh, auf derartigem Weg in Kontakt bleiben und Fotos mit Freunden und Bekannten tauschen zu können…

Wie denken Sie darüber?

Ist denn schon Weihnachten?

(oder: Es lebe das Sommerloch!)

Zuerst war es nur ein Verdacht. Doch jetzt häufen sich langsam die Beweise…

Vor einigen Tagen hatte ich mir auf dem Feld ein paar Gladiolen für unser Büro gezupft (und natürlich auch bezahlt) über die ich mich seitdem jeden Morgen freue. Bis ein Kunde vor zwei Tagen meine Freude mit den Worten “Ach, sind die schön. Aber es sind einfach Herbstblumen…” trübte.

Heute dann: Während ich gerade noch in den unterschiedlichsten Foren zum Thema ‘Sommergrüße an die Kunden’ rumblättere platzt meine Kollegin mit entgleistem Gesichtsausdruck und den Worten “Schau mal, im neuen Schneider-Katalog gibts schon Weihnachtssachen” ins Büro. Etwas perplex schaue ich sie an und gleichzeitig fängt es in mir an zu denken. Habe ich nicht auch in meiner Newsletter-Planungs-Übersicht für Ende August das Thema Weihnachtskarten eingetragen? Nach einem kurzen Blick die Bestätigung. Das Jahr neigt sich dem Ende – da darf man tatsächlich schon mal über Weihnachtskarten und Geschenke nachdenken.

Sie finden das ist früh? Da haben Sie völlig Recht! Andererseits möchten Sie sich als Kunde aber sicher auch in Ruhe über die Aussage Ihrer Weihnachtskarten Gedanken machen. Und vielleicht das passende Geschenk aussuchen. Wir brauchen Zeit die Motive zu gestalten, der Druck dauert ein paar Tage, dazu kommt der Versand – Sie sehen es schon: Ruckzuck ist das Jahr vorbei.

Vermutlich bleibt Ihnen nur eine einzige Möglichkeit (nämlich die gleiche wie mir): Nehmen Sie es mit Humor und bringen Sie es mit einem Lächeln hinter sich. Vielleicht haben Sie ja das Glück und können danach im September den (hoffentlich noch nicht zur Gänze beendeten) Spätsommer völlig entspannt und mit gutem Gewissen genießen.

PS: Je länger ich mich mit dem Thema beschäftige desto mehr freue ich mich auf den September. Gibt es dann doch endlich wieder Dominosteine…

Freundschaft, Freundschaft über alles!

Den letzten Samstag hatte ich dazu genutzt, im Büro ein wenig Ordnung zu schaffen, ein bisschen Ablage zu machen und alles was sich sonst noch so ansammelt an Dingen, um die man sich gerne mal kurz drückt.  Drinnen fertig gings draussen weiter: Neben der Eingangstüre steht ein kleiner Pflanzkübel, der auf Grund meines braunen Daumens in letzer Zeit eher einen dürren Eindruck erweckt hat. Bei meinem Ausflug in den örtlichen Baumarkt habe ich  ein paar hübsche Blümchen ergattert,  sie gleich eingebuddelt und mir über den Anblick  ein Loch in den Bauch gefreut.

Wenn etwas schön blüht trotz dem aktuellen Wetter kann man gleich viel besser Arbeiten. Mit einem breiten Lächeln sezte ich mich dann wieder an den Schreibtisch. Nach ungefähr einer Stunde – bei einem Kaffeehol-Ausflug in die Küche – warf ich (immer noch mit breitem Lächeln) einen Blick zur Tür und sah ein ca. 10-jähriges Mädchen, das eine von meinen Tagedes (das sind die Blümchen die ich eingebuddelt hatte) in der Hand hielt.

Mit einem Aufschrei der Empörung hechtete ich zur Tür um die Übeltäterin ins Verhör zu nehmen. Neben der jungen Dame sah ich ein weiteres Mädchen an der Treppe und ein zweites Loch in meinem Pflanzkübel. Auf meine Fragen, wer sie ist, was sie sich eigentlich denkt und wo überhaupt mein zweites Blümchen hingekommen ist schaute sie mich perplex an und sagte dann (mein Blümchen in der Hand) “Das war ich nicht!” Zeitgleich antwortete ihre kleine Freundin “Ich hab dir ja gleich gesagt, das du das nicht machen sollst”.

Ich weiß nicht, wer von uns beiden (Blümchendiebin oder ich) erstaunter war. Trotzdem ließ ich mich in meinem Ärger nicht aufhalten und fragte die Kleine, wo sie wohnt. Sie guckte mich ängstlich an und sagte “Das weiß ich nicht so genau”. Und wieder mit keiner Sekunde Verzögerung ihre Freundin von rechts: “Da nebenan in dem Haus”.

Ich musste mich ein bisschen beherrschen um mein Lachen zu unterdrücken, nahm der Kleinen meine Tagedes aus der Hand um sie wieder im Kübel einzubuddeln und sagte ihr dass sie gefälligst mein zweites Blümchen vom Parkplatz retten und ihre Mutter holen soll. Der Rest ist schnell erzählt: Die Mama kam, die Kleine hat sich unter Tränen entschuldigt und ich hatte wieder alle Blümchen im Kübel.

Was mich jedoch bis heute noch wundert ist die Tatsache, dass die beiden Mädels bereits 10 Minuten nach der Episode wieder friedlich zusammen vor der Türe gespielt haben…

Fast wäre es untergegangen …

… aber was als Zusammenschluß zweier Einzelkämpfer begann, hat sich mittlerweile von einem beengten Platz in einer Bürogemeinschaft zum eigenen kleinen Reich mit Tür, Außenbeschriftung und Untergebenen Azubi, Praktikantin und Teilzeitkraft entwickelt.

Heute vor 4 Jahren wurde die agentur2c offiziell gegründet.

Wo hört die Werbung auf!?!

Irgendwie hat man doch manchmal das Gefühl, die Arbeit hört nicht auf. Man schleppt es bis ins Wochenende mit sich herum. Überall wird man damit konfrontiert.

Am Wochenende durfte ich als Gast einer Konfirmation beiwohnen und habe mich nach der Kirche und der ganzen Beglückwünschung und Geldverteilerei in einem kleinen Restaurant wiedergefunden, wo das Mittagessen eingenommen wurde. Ein schönes Schild am Eingang, ein nettes Logo und ein gepflegter Garten versprachen doch auf den ersten Blick eine angenehme Verweildauer. Begrüßt wurden wir auch im inneren noch recht freundlich. Nachdem ich an meinen namentlich gekennzeichneten Platz gefunden hatte kam mir die Speisen- und Getränkekarte in die Hand. Und plötzlich hörte die Werbung und damit der Spaß auf. Kennen Sie Speisekarten, die vermutlich noch besser ausgesehen hätten, wenn man sie von Hand geschrieben hätte? Schmuddelig, klebrig, mit durchgestrichenen Preisen und Gott sei Dank nur ungefähr 36 Seiten zur besseren Übersicht. Ich will mich nicht an Kleinigkeiten stören, wirklich nicht! Aber wenn dann auch noch die Bedienung unfreundlich (alternativ: lahm, unsichtbar, planlos) ist bekommt das ganze für mich schon einen unangenehmen Touch.

Hier frage ich mich dann: Wo hört die Werbung auf? Reicht es wirklich, sich ein schönes Logo und ein tolles Schild zuzulegen und zu behaupten man wäre ein gutes Restaurant? Für mich fängt hier der eigentliche Prozeß erst an. Gutes Design zieht sich zumindest mal noch bis ins innere des Lokals durch. Angefangen bei schön gedeckten (sauberen und bröselfreien) Tischen, einer attraktiven und übersichtlichen Speisekarte und einer Einrichtung, die das gewünschte Ambiente vielleicht unterstützt und nicht gerade kontraproduktiv wirkt. Es gehört natürlich nicht zu meiner Aufgabe als Werber, das Personal zu schulen oder innenarchitektonische Ratschläge zu geben, aber eine konsequent durchgezogene Linie würde sicher schon viel helfen. Jeder sitzt doch gerne an liebevoll gedeckten Tischen und freut sich, wenn er das Gefühl bekommt, ein gern gesehener Gast zu sein. Und für den Extra-Service in der Kateorie *** wünsche ich mir eine saubere Toilette mit ausreichend Papier, Haarspray und vielleicht einem Handcreme-Spender. (Ja, ich weiß… Aber man wird ja träumen dürfen)

Generell kann sich das doch vermutlich jeder Unternehmer fragen: Wie verkaufe ich mich und wirkt es tatsächlich so auf meine Kunden? Denn Fakt ist mit Sicherheit: Kundenbindung geht weit über den ersten Eindruck hinaus!