agentur2c – Der Blog

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Archiv für Mai, 2010

Wo hört die Werbung auf!?!

Irgendwie hat man doch manchmal das Gefühl, die Arbeit hört nicht auf. Man schleppt es bis ins Wochenende mit sich herum. Überall wird man damit konfrontiert.

Am Wochenende durfte ich als Gast einer Konfirmation beiwohnen und habe mich nach der Kirche und der ganzen Beglückwünschung und Geldverteilerei in einem kleinen Restaurant wiedergefunden, wo das Mittagessen eingenommen wurde. Ein schönes Schild am Eingang, ein nettes Logo und ein gepflegter Garten versprachen doch auf den ersten Blick eine angenehme Verweildauer. Begrüßt wurden wir auch im inneren noch recht freundlich. Nachdem ich an meinen namentlich gekennzeichneten Platz gefunden hatte kam mir die Speisen- und Getränkekarte in die Hand. Und plötzlich hörte die Werbung und damit der Spaß auf. Kennen Sie Speisekarten, die vermutlich noch besser ausgesehen hätten, wenn man sie von Hand geschrieben hätte? Schmuddelig, klebrig, mit durchgestrichenen Preisen und Gott sei Dank nur ungefähr 36 Seiten zur besseren Übersicht. Ich will mich nicht an Kleinigkeiten stören, wirklich nicht! Aber wenn dann auch noch die Bedienung unfreundlich (alternativ: lahm, unsichtbar, planlos) ist bekommt das ganze für mich schon einen unangenehmen Touch.

Hier frage ich mich dann: Wo hört die Werbung auf? Reicht es wirklich, sich ein schönes Logo und ein tolles Schild zuzulegen und zu behaupten man wäre ein gutes Restaurant? Für mich fängt hier der eigentliche Prozeß erst an. Gutes Design zieht sich zumindest mal noch bis ins innere des Lokals durch. Angefangen bei schön gedeckten (sauberen und bröselfreien) Tischen, einer attraktiven und übersichtlichen Speisekarte und einer Einrichtung, die das gewünschte Ambiente vielleicht unterstützt und nicht gerade kontraproduktiv wirkt. Es gehört natürlich nicht zu meiner Aufgabe als Werber, das Personal zu schulen oder innenarchitektonische Ratschläge zu geben, aber eine konsequent durchgezogene Linie würde sicher schon viel helfen. Jeder sitzt doch gerne an liebevoll gedeckten Tischen und freut sich, wenn er das Gefühl bekommt, ein gern gesehener Gast zu sein. Und für den Extra-Service in der Kateorie *** wünsche ich mir eine saubere Toilette mit ausreichend Papier, Haarspray und vielleicht einem Handcreme-Spender. (Ja, ich weiß… Aber man wird ja träumen dürfen)

Generell kann sich das doch vermutlich jeder Unternehmer fragen: Wie verkaufe ich mich und wirkt es tatsächlich so auf meine Kunden? Denn Fakt ist mit Sicherheit: Kundenbindung geht weit über den ersten Eindruck hinaus!

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