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Social Media muß Chefsache sein

Nach einiger Zeit und Erfahrung mit dem Thema Social Media und den Möglichkeiten, die Facebook oder Twitter bieten, sind mir einige Punkte nochmals sehr deutlich ins Bewußtsein gerückt.

Der erste Punkt, der mir dabei immer wieder aufgefallen ist, betrifft weniger die optische und inhaltliche Darstellung in den einzelnen Diensten, sondern das wie und das ganze drumherum. Mir erscheint es so, daß sich einige nicht darüber bewußt sind, was sie sich und ihrem Geschäft damit antun. Da gibt es Firmen, auf deren Twitter-Account sich mittlerweile mehr Privatkonversation des Administrators befindet, anstelle von Informationen oder Angeboten des Unternehmens. Was aber vegessen wurde ist, daß auf der Firmenwebseite ein Link zu eben diesem Twitter-Account plakativ in Szene gesetzt ist. Ebenso unglücklich kann das Weiterverbreiten von Twitternachrichten anderer Twitter-Nutzer – auch ReTweet genannt – sein. Zugegebnermaßen ein nettes Feature, wenn es mit Bedacht genutzt wird. Wenn aber ein Mitarbeiter frei und ohne Vorgaben oder Kontrolle über den Twitter-Account verfügen darf, kann dies ein Unternehmen schnell in ein schlechtes Licht stellen. Bedenken Sie die Wirkung von einem Links zu Nacktbildern eines drittklassigen Promis oder wenn aufgrund eines Postings die politische Einstellung eines Mitarbeiters auf Ihr Unternehmen projeziert wird. Würden Sie solche Dinge auch auf ihrer Webseite veröffentlichen?

Ein weiterer Punkt sind die sogenannten Onlinefreunde oder bei Twitter auch Follower genannt. Achten Sie darauf, daß Sie die angestrebte Zielgruppe – also Ihre (potentiellen) Kunden erreichen. Es hilft Ihnen nichts wenn diese größenteils aus den privaten Kontakten aus dem Sportverein ihres Azubis stammen. Diese werden wohl in den seltensten Fällen zu Multiplikatoren ihrer Informationen.

Ein letzter Punkt, dem oftmals zu wenig Beachtung geschenkt wird: Leben Sie Social Media, wenn Sie es einsetzen! Das bedeutet, daß Sie diesem Medium ebenso Aufmerksamkeit schenken müssen wie beispielsweise ihrer Briefpost oder dem Telefon. Es ist nicht damit getan, einmalig ein Profil anzulegen, damit sie dabei sind – gehen Sie auf Anregungen und Kritik auch ein. Dafür müssen Sie nicht den ganzen Tag ihre Facebookseite beobachten oder sofort auf jede Twittermitteilung reagieren, aber ein paar Minuten täglich sollten es schon sein.

Fazit: Wenn Sie Social Media nutzen achten Sie darauf, daß dort auch wirklich das verbreitet wird, für was Sie stehen und was Sie weiterbringt. Ebenso wichtig ist es Ihre Besucher nicht den persönlichen Befindlichkeiten einzelner Mitarbeiters auszusetzen und somit wird Social Media zur Chefsache.

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