agentur2c – Der Blog

Flower

Ist denn schon Weihnachten?

(oder: Es lebe das Sommerloch!)

Zuerst war es nur ein Verdacht. Doch jetzt häufen sich langsam die Beweise…

Vor einigen Tagen hatte ich mir auf dem Feld ein paar Gladiolen für unser Büro gezupft (und natürlich auch bezahlt) über die ich mich seitdem jeden Morgen freue. Bis ein Kunde vor zwei Tagen meine Freude mit den Worten “Ach, sind die schön. Aber es sind einfach Herbstblumen…” trübte.

Heute dann: Während ich gerade noch in den unterschiedlichsten Foren zum Thema ‘Sommergrüße an die Kunden’ rumblättere platzt meine Kollegin mit entgleistem Gesichtsausdruck und den Worten “Schau mal, im neuen Schneider-Katalog gibts schon Weihnachtssachen” ins Büro. Etwas perplex schaue ich sie an und gleichzeitig fängt es in mir an zu denken. Habe ich nicht auch in meiner Newsletter-Planungs-Übersicht für Ende August das Thema Weihnachtskarten eingetragen? Nach einem kurzen Blick die Bestätigung. Das Jahr neigt sich dem Ende – da darf man tatsächlich schon mal über Weihnachtskarten und Geschenke nachdenken.

Sie finden das ist früh? Da haben Sie völlig Recht! Andererseits möchten Sie sich als Kunde aber sicher auch in Ruhe über die Aussage Ihrer Weihnachtskarten Gedanken machen. Und vielleicht das passende Geschenk aussuchen. Wir brauchen Zeit die Motive zu gestalten, der Druck dauert ein paar Tage, dazu kommt der Versand – Sie sehen es schon: Ruckzuck ist das Jahr vorbei.

Vermutlich bleibt Ihnen nur eine einzige Möglichkeit (nämlich die gleiche wie mir): Nehmen Sie es mit Humor und bringen Sie es mit einem Lächeln hinter sich. Vielleicht haben Sie ja das Glück und können danach im September den (hoffentlich noch nicht zur Gänze beendeten) Spätsommer völlig entspannt und mit gutem Gewissen genießen.

PS: Je länger ich mich mit dem Thema beschäftige desto mehr freue ich mich auf den September. Gibt es dann doch endlich wieder Dominosteine…

Freundschaft, Freundschaft über alles!

Den letzten Samstag hatte ich dazu genutzt, im Büro ein wenig Ordnung zu schaffen, ein bisschen Ablage zu machen und alles was sich sonst noch so ansammelt an Dingen, um die man sich gerne mal kurz drückt.  Drinnen fertig gings draussen weiter: Neben der Eingangstüre steht ein kleiner Pflanzkübel, der auf Grund meines braunen Daumens in letzer Zeit eher einen dürren Eindruck erweckt hat. Bei meinem Ausflug in den örtlichen Baumarkt habe ich  ein paar hübsche Blümchen ergattert,  sie gleich eingebuddelt und mir über den Anblick  ein Loch in den Bauch gefreut.

Wenn etwas schön blüht trotz dem aktuellen Wetter kann man gleich viel besser Arbeiten. Mit einem breiten Lächeln sezte ich mich dann wieder an den Schreibtisch. Nach ungefähr einer Stunde – bei einem Kaffeehol-Ausflug in die Küche – warf ich (immer noch mit breitem Lächeln) einen Blick zur Tür und sah ein ca. 10-jähriges Mädchen, das eine von meinen Tagedes (das sind die Blümchen die ich eingebuddelt hatte) in der Hand hielt.

Mit einem Aufschrei der Empörung hechtete ich zur Tür um die Übeltäterin ins Verhör zu nehmen. Neben der jungen Dame sah ich ein weiteres Mädchen an der Treppe und ein zweites Loch in meinem Pflanzkübel. Auf meine Fragen, wer sie ist, was sie sich eigentlich denkt und wo überhaupt mein zweites Blümchen hingekommen ist schaute sie mich perplex an und sagte dann (mein Blümchen in der Hand) “Das war ich nicht!” Zeitgleich antwortete ihre kleine Freundin “Ich hab dir ja gleich gesagt, das du das nicht machen sollst”.

Ich weiß nicht, wer von uns beiden (Blümchendiebin oder ich) erstaunter war. Trotzdem ließ ich mich in meinem Ärger nicht aufhalten und fragte die Kleine, wo sie wohnt. Sie guckte mich ängstlich an und sagte “Das weiß ich nicht so genau”. Und wieder mit keiner Sekunde Verzögerung ihre Freundin von rechts: “Da nebenan in dem Haus”.

Ich musste mich ein bisschen beherrschen um mein Lachen zu unterdrücken, nahm der Kleinen meine Tagedes aus der Hand um sie wieder im Kübel einzubuddeln und sagte ihr dass sie gefälligst mein zweites Blümchen vom Parkplatz retten und ihre Mutter holen soll. Der Rest ist schnell erzählt: Die Mama kam, die Kleine hat sich unter Tränen entschuldigt und ich hatte wieder alle Blümchen im Kübel.

Was mich jedoch bis heute noch wundert ist die Tatsache, dass die beiden Mädels bereits 10 Minuten nach der Episode wieder friedlich zusammen vor der Türe gespielt haben…

Fast wäre es untergegangen …

… aber was als Zusammenschluß zweier Einzelkämpfer begann, hat sich mittlerweile von einem beengten Platz in einer Bürogemeinschaft zum eigenen kleinen Reich mit Tür, Außenbeschriftung und Untergebenen Azubi, Praktikantin und Teilzeitkraft entwickelt.

Heute vor 4 Jahren wurde die agentur2c offiziell gegründet.

Wo hört die Werbung auf!?!

Irgendwie hat man doch manchmal das Gefühl, die Arbeit hört nicht auf. Man schleppt es bis ins Wochenende mit sich herum. Überall wird man damit konfrontiert.

Am Wochenende durfte ich als Gast einer Konfirmation beiwohnen und habe mich nach der Kirche und der ganzen Beglückwünschung und Geldverteilerei in einem kleinen Restaurant wiedergefunden, wo das Mittagessen eingenommen wurde. Ein schönes Schild am Eingang, ein nettes Logo und ein gepflegter Garten versprachen doch auf den ersten Blick eine angenehme Verweildauer. Begrüßt wurden wir auch im inneren noch recht freundlich. Nachdem ich an meinen namentlich gekennzeichneten Platz gefunden hatte kam mir die Speisen- und Getränkekarte in die Hand. Und plötzlich hörte die Werbung und damit der Spaß auf. Kennen Sie Speisekarten, die vermutlich noch besser ausgesehen hätten, wenn man sie von Hand geschrieben hätte? Schmuddelig, klebrig, mit durchgestrichenen Preisen und Gott sei Dank nur ungefähr 36 Seiten zur besseren Übersicht. Ich will mich nicht an Kleinigkeiten stören, wirklich nicht! Aber wenn dann auch noch die Bedienung unfreundlich (alternativ: lahm, unsichtbar, planlos) ist bekommt das ganze für mich schon einen unangenehmen Touch.

Hier frage ich mich dann: Wo hört die Werbung auf? Reicht es wirklich, sich ein schönes Logo und ein tolles Schild zuzulegen und zu behaupten man wäre ein gutes Restaurant? Für mich fängt hier der eigentliche Prozeß erst an. Gutes Design zieht sich zumindest mal noch bis ins innere des Lokals durch. Angefangen bei schön gedeckten (sauberen und bröselfreien) Tischen, einer attraktiven und übersichtlichen Speisekarte und einer Einrichtung, die das gewünschte Ambiente vielleicht unterstützt und nicht gerade kontraproduktiv wirkt. Es gehört natürlich nicht zu meiner Aufgabe als Werber, das Personal zu schulen oder innenarchitektonische Ratschläge zu geben, aber eine konsequent durchgezogene Linie würde sicher schon viel helfen. Jeder sitzt doch gerne an liebevoll gedeckten Tischen und freut sich, wenn er das Gefühl bekommt, ein gern gesehener Gast zu sein. Und für den Extra-Service in der Kateorie *** wünsche ich mir eine saubere Toilette mit ausreichend Papier, Haarspray und vielleicht einem Handcreme-Spender. (Ja, ich weiß… Aber man wird ja träumen dürfen)

Generell kann sich das doch vermutlich jeder Unternehmer fragen: Wie verkaufe ich mich und wirkt es tatsächlich so auf meine Kunden? Denn Fakt ist mit Sicherheit: Kundenbindung geht weit über den ersten Eindruck hinaus!

Micro-Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist in unseren Tagen wohl eines der am häufigsten benutzen Schlagworte. Aber was heißt das eigentlich genau? Werfen wir doch mal einen Blick auf das sogenannte 3-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit:

Ökologische Nachhaltigkeit:
Sie orientiert sich am stärksten am ursprünglichen Gedanken, keinen Raubbau an der Natur zu betreiben. Ökologisch nachhaltig wäre eine Lebensweise, die die natürlichen Lebensgrundlagen nur in dem Maße beansprucht, wie diese sich regenerieren.

Ökonomische Nachhaltigkeit:
Eine Gesellschaft sollte wirtschaftlich nicht über ihre Verhältnisse leben, da dies zwangsläufig zu Einbußen der nachkommenden Generationen führen würde. Allgemein gilt eine Wirtschaftsweise dann als nachhaltig, wenn sie dauerhaft betrieben werden kann.

Soziale Nachhaltigkeit:
Ein Staat oder eine Gesellschaft sollte so organisiert sein, dass sich die sozialen Spannungen in Grenzen halten und Konflikte nicht eskalieren, sondern auf friedlichem und zivilem Wege ausgetragen werden können. (Quelle: Wikipedia)

Das klingt ja schon mal richtig gut. Aber wie sieht es denn jetzt mit ganz konkreten Umsetzungsmöglicheiten aus? Wir haben uns in unserem Unternehmen entschieden, nachhaltig zu arbeiten, wenn es uns möglich ist. Nachhaltigkeit umzusetzen ist nichts für “von-heute-auf-morgen”-Aktionen. Kleine Schritte sind aber auch Schritte auf einem guten Weg. Für uns und unsere Kunden heißt das konkret:

    Wir arbeiten bei der Produktion von Werbemitteln gerne mit lokalen Partnern zusammen. Das spart die Kosten für Transporte, ermöglicht uns flexibles Arbeiten auch bei enger Terminlage und gibt uns einen umfangreichen Einblick in die Produktionsabläufe. Für die Kunden bedeutet es hohe Qualität, da keine Massenware verwendet wird und interessanterweise ist es nicht teurer, als die Produkte online zu bestellen.

    Wir bieten unseren Kunden klimaneutral gedruckte Produkte an. Klimaneutraler Druck steht für die freiwillige Kompensation von CO2-Emissionen, die bei der Herstellung eines Druckproduktes entstehen und zwar in Form einer Ausgleichszahlung. Die Druckprodukte können auf Wunsch mit einem Zertifikat versehen werden.

    Auch unsere Webhosting-Server werden zu 100% mit Öko-Strom gespeist – CO²-neutral und Atomstromfrei

Dies sind sicherlich nur einige von zahlreichen Möglichkeiten, Nachhaltigkeit zumindest im ökonomischen Bereich zu leben. Natürlich werden wir uns auch in den anderen Bereichen mit diesem Thema auseinander setzen und freuen uns über Anregungen und Tipps! (Gerne per Mail, das spart Papier!)

…und ewig grabscht das Weib!

Ja, ich gestehe: Ich grabsche. Und zwar leidenschaftlich gern. Ich begrabsche alles was ich in die Finger bekommen kann. Natürlich nicht was Sie jetzt vielleicht denken. Ich spreche von Werbung. Schokoladenpapier mit Goldprägung. Leinenoptiksäckchen für Kekse. Joghurtbecher mit Papierumhüllung und Käse in Netzen. Es gibt erstaunliche Dinge zu entdecken, wenn man durch einen Supermarkt geht und bewusst wahrnimmt, was einem da so angeboten wird und vor allem wie.

Ok, ich bin vielleicht ein extremes Beispiel was das begrabschen von Produktverpackungen und die Vermarktung derselben angeht, vermutlich auch aus beruflichem Hintergrund. Aber achten Sie doch mal bei Ihrem nächsten Einkauf darauf, was Sie so alles in Ihren Wagen packen. Warum spricht Sie gerade dieses Produkt an? Es sieht vielleicht besonders schön aus, edel oder hochwertig. Oder Sie kaufen es weil Sie von der Marke überzeugt sind, die kennen Sie schließlich aus dem Fernsehen. Ihr Nachbar schwört Stein und Bein auf die Wirkung der Hautcreme bei Kopfschmerzen. Oder Sie sind eher ein Fan von Discountern – auch hier gelten die gleichen Regeln. Die Packungen haben zwar selten Hochglanzprägungen oder sind aus besonderem Papier. Aber deshalb kaufen Sie ja im Discounter, richtig? Es sieht kostenbewusst aus und es ist kostenbewusst. Aber selbst hier zwischen billigem Stanniolpapier und Plastikverpackungen bahnt sich ein hübscher Karton mit Goldprägung seinen Weg – die Edelschiene im Discounter ist auf dem Vormarsch.

Es gibt ganz unterschiedliche Wege, seine Waren an den Menschen zu bringen. Interessant ist aber, dass es immer um Emotionen geht. Etwas sieht toll aus, es fühlt sich gut an, es schmeichelt Ihrem Teint/Image/Luxusempfinden oder es weckt in Ihnen schlicht das Gefühl, nicht weiterleben zu können ohne mindestens 3 Stück davon zu besitzen.

Als Unternehmer wissen Sie sicherlich, welche Zielgruppen Sie ansprechen wollen und wie Sie sich und Ihre Ware dafür präsentieren müssen. Aber kommt Ihre Botschaft (richtig) an? Um sich das bewusst zu machen müssen Sie kein ausgeprägter Grabscher sein – öffnen Sie einfach Ihre Augen, nehmen Sie bewusst war, was Ihnen wie angeboten wird und gehen Sie mal auf Tuchfühlung. Ich bin sicher, Sie entdecken spannende Dinge – auch in Bezug auf Ihre eigenen Produkte!

PS: Ich persönlich kann Ihnen die Supermärkte in der Schweiz empfehlen – mich kann man dort getrost über Stunden alleine lassen…

Alle Kanäle voll

Manchmal frage ich mich, was mit den ganzen Informationen passiert, die im Allgemeinen an Kunden weitergegeben werden. Bleibt es irgendwo hängen? Versickert es im Alltag oder nutzt jemand dieses Wissen vielleicht ganz gezielt? Es erinnert mich etwas an die drei Affen: Nichts sagen, nichts sehen und nichts hören. Nur eben umgekehrt. Man redet auf taube Ohren und zeigt es blinden Augen. Naja, und Feedback bekommt man oft auch nur spärlich.

Die Tage brachte mich eine Freundin im Gespräch auf die Tatsache, dass jeder Mensch (und damit potentieller Kunde) unterschiedliche Aufnahmekanäle für sich selbst nutzt und es somit meine Aufgabe ist, meine wichtigen Informationen jedem Kunden individuell in seinen bevorzugten Kanal einzukippen.

Diese Erkenntnis ist jetzt sicherlich keine tiefgreife und aufwühlende Neuentdeckung, vielmehr hat man es mal irgendwo gehört und dann tapfer wieder verdrängt und vergessen. Dabei ist es so einfach nachzuvollziehen und so schnell umgesetzt. Theoretisch. Praktisch erfordert dies eine ganze Menge an logistischem Aufwand.

Aber zunächst mal zu den einzelnen Kanalvarianten. Man unterscheidet ganz grob gefasst “visuelle” Menschen, sie wollen alles sehen um etwas entscheiden zu können. Ihnen schickt man Muster, zeigt Bilder oder schreibt es zumindest mal auf. Die zweite Kategorie sind “auditive” Menschen, ihnen reicht ein kurzer Anruf mit dem man sie auf den neuesten Stand bringt. Die dritte Variante ist vermutlich die am schwersten zu bedienende, die “kognitiven” oder auch “haptischen” Menschen, die etwas nicht nur sehen oder hören sondern auch anfassen, ja quasi erleben müssen.

Damit sind wir wieder bei der Herausforderung, zunächst einmal rauszufinden, welcher Kunde was und vor allem wie gerne möchte. Ist der richtige Kanal gefunden, kann man die zu vermittelnden Informationen hübsch ordentlich in die entsprechende Form pressen und auf die Reise schicken. Klingt eigentlich garnicht so schwer…

Und wer ganz sicher gehen will kippt seine Informationen einfach in alle Eingangskanäle, oder?